Nahaufnahme einer Koralle

Kreatives Fotoprojekt: Makrofotografie

In meinem letzten Urlaub lief ich zum Sonnenuntergang am Strand entlang. Wunderschön, blauer Himmel, ein feiner Wind und leises Wellenrauschen. Dahinter ging leuchtend die Sonne im Meer unter. Aber darauf habe ich irgendwann gar nicht mehr geachtet. Denn es war Ebbe, und das Meer hatte lauter spannenden Dinge am Strand zurückgelassen. Ich hatte nur mein Handy dabei, aber auch damit kann man ganz nah ran gehen. Und das brachte mich auf unser heutiges Fotoprojekt: Makrofotografie.

(Das letzte Fotoprojekt zum Thema Farben des Regenbogens findet Ihr hier.)

Was bedeutet Makrofotografie?

In der Tat gibt es sogar eine DIN-Norm, die Makrofotografie beschreibt. Demnach handelt es sich um Fotos „im Maßstabbereich zwischen 1:10 und 10:1“ (DIN 19040-1). Das ist sehr technisch. Ich denke am Ende ist es am nachvollziehbarsten, Makrofotografie so zu definieren: Sehr kleine Dinge, von sehr nah.

Natürlich kann man sich hier mit toller Ausrüstung ausstatten, und dabei kommen grossartige Fotos heraus. Jeder von uns hat bereits einmal Bilder gesehen von Insektenaugen oder fast mikroskopisch kleinen Details auf einem Blatt. Das ist sehr beeindruckend. Aber: Das kostet ziemlich viel Geld.

Ist teure Ausrüstung denn nötig?

Üblicherweise verwendet man für Makrofotografie ein Makroobjektiv für die Digitalkamera. Makroobjektive kosten zwischen mehreren hundert und tausenden Euro. Es gibt noch Alternativen, wie Zwischenringe und Adapter, aber auch dafür ist eine gute Fotoausrüstung mit Wechselobjektiven notwendig.

Nicht jeder möchte sofort mehrere hundert Euro ausgeben für teure Ausrüstungsgegenstände, wenn das Ziel ist, Makrofotografie einfach mal auszuprobieren. Das ist aber auch erst einmal gar nicht nötig. Denn wenn man sich an die Makrofotografie herantasten möchte, kann man auch mit ganz kleinen und einfachen Mitteln starten.

Auch ich habe keine Makroausrüstung. Natürlich habe ich daher auch keine wahnsinnig intensiven Bilder von Spinnenaugen oder Libellenflügeln gemacht. Aber auch mit einem guten Handy oder einer Digitalkamera mit einem vernünftigen Objektiv kann man schon tolle Bilder machen. Die meisten Handys erkennen mittlerweile von allein, dass es sich um eine Makroaufnahme handelt. Und Digitalkameras verfügen in der Regel über eine Makro-Einstellung (das Symbol mit einer kleinen Blume oder einem kleinen Blatt).

Den eigenen Blickwinkel auf „makro“ setzen

Das Wichtigste aber ist, dass man seinen eigenen Fokus anders setzt. Wenn Ihr bisher nur mit dem Blicka auf’s grosse Ganze durch die Gegend gelaufen seid – achtet einmal auf Details. Nehmt den Blick weg vom Sonnenuntergang und richtet ihn auf den Boden zu Euren Füssen. Fotografiert nicht die Blumenwiese, sondern die Biene auf der Blüte. Nehmt die kleinen Strukturen wahr, die sich in Baumrinden oder im Sand wiederfinden.

Man braucht ein wenig Geduld. Denn nicht alle Tiere bleiben einfach so sitzen, wenn man ihnen ganz, ganz nahe kommt. Aber Ihr werdet begeistert sein, welche interessanten Bilder dabei herauskommen, wenn man seine eigene Perspektive wechselt.

Kreative Makrofotografie mit unserem Fotoprojekt

Mit unserem Fotoprojekt Makrofotografie möchte wir daher folgendes vorschlagen: Macht einen Spaziergang in der Natur. Entdeckt die kleinen Dinge. Geht ganz nah ran!

Oder nehmt Euch was ganz anderes vor: Kleine Dinge aus dem Alltag. Eine Legofigur, die plötzlich die Hauptrolle spielt und lebensgross ist. Spielzeugautos oder Modelleisenbahnen, als wären sie real.

Und dann schaut Euch die Bilder an, die dabei entstanden sind. Und wenn Ihr begeistert seid, könnt Ihr Euch immernoch Gedanken machen, ob Ihr die entsprechende Ausrüstung kaufen wollt.

Ich hatte auf jeden Fall viel Spass dabei, Dingen mal ganz nah auf die Pelle zu rücken. Wenn Ihr noch ein bisschen mehr darüber lesen wollt, könnt Ihr das z.B. bei den Experten-Tipps von Whitewall machen oder auf der Seite Makro-Treff.

Glänzende Aussichten

Häufig spiegeln Nahaufnahmen erst richtig den Farbreichtum der Natur wieder. Daher eignen sich diese Bilder ganz besonders, sie in Hochglanz darzustellen. Ich kann mir daher sehr gut vorstellen, solche Bilder hinter Acrylglas drucken zu lassen. Oder, wenn Ihr eine ganze Serie beisammen habt, sicher auch als richtigen Bildband auf Hochglanz-Fotopapier.

Detailaufnahme einer rosafarbenen Blüte
Nahaufnahme einer bunten Blüte
Nahaufnahme eines Grashüpfers
Nahaufnahme einer Sukkulente
Makrofotografie einer Krabbe
Detailaufnahme einer gelben Blüte
Nahaufnahme einer Biene auf Lavendel
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